Strache bleibt bei Steger und Königshofer hart

Aktualisiert: 11 August 2011 um 13:28

FPÖ-Chef Strache muss sich weiter mit internen Turbulenzen in seiner Partei herumschlagen. Eigentlich wollte er bei einer Pressekonferenz am Donnerstag über die Wirtschafts- und Finanzkrise sprechen, Fragen zu den Parteikollegen Königshofer, Steger, Scheuch und Co – für Strache ob der Wirtschaftslage die reinsten “Minimundus”-Probleme – blieben ihm dennoch nicht erspart.


Was den ORF-Stiftungsrat Steger betrifft, erwartet Strache von seinem Parteikollegen, dass “er die richtigen Schlüsse zieht” – also zurücktritt. Dass Steger entgegen der Parteilinie bei der ORF-Wahl für Amtsinhaber Wrabetz gestimmt hat, war für Strache nämlich “ziemlich enttäuschend”, wie der Parteichef sagte. Es sei schließlich ausgemacht gewesen, dass Steger im Stiftungsrat die Vorgaben, Wünsche und Interesse der FPÖ vertrete und im konkreten Fall Wrabetz nicht wähle.


Hart bleibt Strache auch in der Causa Königshofer. Der Tiroler Abgeordnete, der aus der Partei und aus dem Parlamentsklub ausgeschlossen wurde, habe ein derart parteischädigendes Verhalten an den Tag gelegt, dass dieser “Schnitt” unausweichlich gewesen sei. Königshofer habe sich mit seinen Äußerungen “selbst aus der Gesinnungsgemeinschaft herausgenommen”, so Strache. Königshofer hatte u.a. die Anschläge in Norwegen mit Abtreibungen gegengerechnet. Dass Königshofer, wie dieser selbst behauptet, parteiintern viel Unterstützung habe, glaubt Strache nicht.


Die parteiinterne Kritik an den Kärntner Landesparteichef Uwe Scheuch sah Strache dagegen als legitime Meinungsäußerung. Die Aussagen des früheren Kärntner Landesparteichefs, Harald Jannach, seien zur Kenntnis zu nehmen. Jannach hatte die Angriffe der Blauen auf die Gerichte nach der erstinstanzlichen Verurteilung Scheuchs kritisiert.


Von einer aktuellen Umfrage im “profil”, wonach die FPÖ von 27 auf 24 Prozent gesunken sei, zeigte sich Strache unbeeindruckt, er gestand aber ein, dass die FPÖ in einer Krise sei.


APA bb

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